In Unterschleißheim wurde der städtische Wohnungsbau jahrelang vernachlässigt. Zwar ist in der mehrjährigen Finanzplanung jetzt ein Betrag von rund 20 Millionen für neue Wohnungen an der Kiebitzstraße und am ehemaligen Essogrundstück vorgesehen. Die wenigen Wohnungen, die dort (frühestens in einigen Jahren) geschaffen werden, reichen angesichts des hohen Bedarfs aber hinten und vorn nicht aus. Die Stadt bräuchte viel mehr eigene Wohnungen, die zu bezahlbaren Preisen an Durchschnittsverdiener vermietet werden können. Dafür sind aber weit mehr Mittel erforderlich als die nächsten Jahre zur Verfügung stehen. Die FDP Unterschleißheim hat deshalb in der letzten Stadtratssitzung die Prüfung beantragt, ob und unter welchen Voraussetzungen die Stadt Unterschleißheim allein oder zusammen mit anderen Kommunen eine Kommunalanleihe in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro für den städtischen Wohnungsbau aufnehmen kann. Viele deutsche Städte haben bereits erfolgreich solche Kommunalanleihen für den Wohnungsbau aufgelegt, in Bayern etwa München, Nürnberg und Würzburg. Die Kommunalanleihen waren sehr gefragt, weil sie einerseits höhere Renditen aufweisen als Bundes- und Länderanleihen. Andererseits bieten sie in der historischen Niedrigzinsphase Gelegenheit, ausreichend Mittel zu attraktiven Bedingungen zu bekommen. Die FDP möchte den städtischen Wohnungsbau nicht nur in Trippelschritten, sondern ganz entscheidend voranbringen. Immerhin hat nach Art. 106 der Bayerischen Verfassung jeder Bewohner Bayerns Anspruch auf eine angemessene Wohnung. Die Förderung des Baus billiger Wohnungen ist laut Verfassung Aufgabe des Staates und der Gemeinden. Charmant an der Kommunalanleihe ist, dass auch Bürger Unterschleißheims solche Anleihen erwerben und sich damit gesellschaftlich einbringen könnten, sogar verbunden mit einer kleinen Rendite. Und die Wohnungen werden sich über die Mieten wieder refinanzieren. Zudem könnten Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau in Anspruch genommen werden.

Deshalb bei der Kommunalwahl am 15. März Liste 6 FDP/BfU wählen.